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 Erste Erfahrungsberichte Eclipse - EHPW
 

Fred Köhler ist die Eclipse geflogen . . . hier seine Eindrücke
 

Liebe Mitglieder der Motorfluggruppe,
 
die Eclipse ist heute -endlich- in Landshut eingetroffen.
Sowohl der Verkauf der ETIN als auch der Ankauf der EHPW haben sich mehr als
4 Monate hingezogen.
 
Ich hatte Gelegenheit, mit dem Kollegen Rups Berenz eine Einweisung zu absolvieren
und einige Platzrunden zu drehen.
Als Ergebnis kann ich aus meiner ganz persönlichen Sicht bestätigen, dass die C1
zunächst etwas gewöhnungsbedürftig ist.
Und obwohl ich das Handbuch im Vorfeld ausführlich studiert habe, stellt sich die
Praxis dann doch etwas anders dar.
 
Zunächst fällt auf, dass das Panel anders aufgebaut ist. Insbeondere sucht man
nach dem Betriebsstundenzähler, der ungewohnt im oberen Bereich des Panels
angesiedelt ist. Die Ziffern sind vergleichweise klein. Den Hobbsmesser hat Fritz
zugeklebt, damit es keine Irritationen bei den Betriebsstunden gibt.
Und -wie von Christian Löffelmann in MYPLANE beschrieben- fehlt die Propellerverstellung.
 
Was einem echt gesagt werden muss, ist das Procedere bei einem Warmstart.
Und nicht zuletzt die Frage eines gut geleanten Motors ist eine enorm wichtige.
Wer nämlich glaubt, ein Einspritzmotor sei ausdrücklich sparsamer als ein Vergaser,
der irrt.
Diamond hat heute anlässlich der Einweisung darauf hingewiesen, dass dieser Motor
bei vollreich und maximaler Leistung erheblich über 30 Liter Avgas pro Stunde verbrennt.
Da kann eine theoretische Flugzeit von rund 3,5 Stunden schnell nach 2,5 Stunden
beendet sein.
Zum besseren Verständnis: Die aktuelle Charterpreis-Kalkulation geht von max. 23 Liter aus.
Der Gemischhebel muss dabei relativ weit nach unten gezogen werden, ehe sich das
Gemisch abmagert.
 
Auch die elektrische Trimmung ist zunächst recht ungewohnt und etwas hakelig.
Was mich auch sehr überrascht hat, ist die schwer abbaubare Anfluggeschwindigkeit.
Man ist sehr schnell im gelben Bereich.
 
Das Tankschloss hakt etwas, so dass wir auf das Verschließen des Schlosses
verzichtet haben. Der Holz-Peilstab liegt im Gepäckfach. Ebenso befindet sich ein
Betriebshandbuch im Gepäckfach in einer blauen Segeltuchtasche.
Das Handbuch für das GPS versuchen wir im Internet ausfindig zu machen, um das
vorhandene (einzige) Papierexemplar nicht ausgeben zu müssen.
 
Insgesamt macht der Flieger durchaus Spaß, wenngleich man bessere Flugleistungen
gegenüber der IN nur im Reiseflug erwarten kann.
 
Ein neuer Prop ist bestellt, der erforderliche Endschalldämpfer ist bereits vor Ort.
Sobald alle Komponenten vorhanden und installiert sind, wird der erhöhte Schallschutz
kommen, der die derzeitige Landgebühr von 8,80 EUR wieder auf 5,90 EUR reduzieren wird.
 
Fazit: Obwohl ich mit der ETIN gut vertraut war, habe ich das Angebot einer praktischen
Einweisung gerne angenommen. Diese Einweisung hat mir schon zu Beginn mehr Sicherheit
vermittelt. Insoweit kann ich nur empfehlen, in gleicher Weise zu verfahren.
 
Viele Grüsse
Fred Köhler  

Ein weiterer "Lustflugbericht" von Heimo Kandler . . .
 

Liebe Vereinsmitglieder und Fliegerfreunde,

ich war heute mit unserer Neuerwerbung 1:53 Std. in der Luft.

Mein Flug führte in die Berge in Richtung Zell am See und von dort über Neunkirchen, Pass Thurn, Kitzbühl, Hohe Salve direkt nach Kuftstein LOIK (Landung).

Von LOIK ging's dann auf direktem Weg zurück nach EDML.

Der Zweck meines "Lustfluges" war u.a., die Daten unserer D-EHPW selbst zu erfliegen und mir von der Maschine einen eigenen Eindruck zu verschaffen.

Dazu habe ich vor dem Start in EDML randvoll getankt.

Der Start (2 Personen, 93 Liter AVGAS, kaum Gepäck) erfolgte ohne Klappen.

Bis LOIK bin ich max. auf 6500 ft gestiegen.

Auf der gesamten Strecke habe ich mich fast nie über 2400 RPM Motordrehzahl bewegt.

Mit dieser Einstellung waren ca. 110 Kn angezeigter Geschwindigkeit erreichbar (+/- 5 Kn)

Die Lufttemperatur am Boden betrug zwischen 25 und 30 Grad C.

QNH war 1027 HP.

Im Startlauf EDML wurden 2700 RPM bei Vollgas angezeigt.

Im Reiseflug mit 2400 RPM habe ich das Gemisch auf EGT 135 ° F (PIC) eingestellt.

Dabei wurde als Zylinderkopftemperatur (CHT 340 ° F) angezeigt.

Der Transpondercheck mit MUC-Info hat ergeben, dass die Höhenanzeige um 100 ft weniger anzeigt, als auf dem Radar abzulesen waren (3500/3600).

Der Sinkflug in LOIK erfolgte (analog EDML) ohne klappen mit 2000 RPM und 70 Kn bis ins kurze Éndteil. dort wurde die 1. Stufe Klappen gesetzt und über der Schwelle das Gas komplett auf Leerlauf gezogen. Erst im kurzen Endteil wurde das Gemisch auf "Voll reich" gestellt. Ausschweben mit 65 Kn und "Hinsetzen" mit ca. 60 Kn.

Insgesamt war ich die genannten 1:53 in der Luft. In Landshut wurden danach exakt 35 Liter AVGAS nachgetankt. Daraus errechnet sich ein Verbrauch von nur 18,6 Liter/Stunde AVGAS.

Gerechnet auf die Betriebsstunden von 1,92 ergibt sich nur ein Verbrach von 18,23 Liter/Std. AVGAS.

Fazit:
- Auch die Eclipse ist sparsam und trotzdem schnell zu fliegen.
- Bedingt durch den starren Prop riss mich der Startlauf und der Steigflug nicht vom Sitz. Das konnte die D-ETIN merklich
  besser.
- Die Reiseleistung bei 2400 RPM ist weder besser noch schlechter als mit der Rotax-Katana.
- Erwarten Sie keine "Wunder". Die + 25 PS sind eigentlich kaum merkbar.
- Im Anflug ist die D-EHPW naturgemäß "schneller", weil die Bremswirkung des Verstellprobs fehlt
- Die Flugeigenschaften, das Handlung und die Wendigkeit sind identisch. Was dort die Probverstellung war ist hier die
  Mixer.
- Die Ausrüstung inkl. Garmin 150 ist Top und leicht handhabbar.
- Bei den o.g. Verbrauchsdaten ergibt sich eine ziemlich identische Flugdauer im Vergleich zur D-ETIN (4:00 + 30 Min. Res.)
- Die D-EHPW ist komfortabler und "macht mehr her"


Ich wünsche allen viele schöne Flüge mit dem neuen "Schätzchen" - und keine Angst - die neue Katana ist nicht sehr viel anders im Handlung als die "alte".

Liebe Grüße
Heimo

 

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